Der Körper ist die Bühne unserer Gedanken
und Gefühle [Andrea Gomille]

Ganzheitliche Körpertherapie

Die Körpertherapie ist eine ganzheitliche Methode, die davon ausgeht,
dass Körper, Geist und Seele eine untrennbare und sich gegenseitig beeinflussende Einheit bilden.
Das Bewusstmachen dieser Vorgänge ist eine entscheidende Voraussetzung
für Veränderung und Selbstheilung.

Körper, Geist und Seele – eine untrennbare Einheit

Im gesunden Körper passen Körperhaltung, Körperempfindung, Gestik, Mimik sowie Emotionen zusammen. Sie sind aufeinander abgestimmt, was zu einem adäquaten und realitätsbezogenen handeln und Verhalten führt. Der Mensch ist in der Lage mit Stress und Problemen umzugehen (Ressilienz). Dieses natürliche Zusammenwirken kann durch Konfliktsituationen, einschneidende Erlebnisse, besonders auch im frühkindlichen Alter (sichere Bindung) oder Lebenskrisen auf eine Weise gestört werden, dass zum Schutz körperliche und seelische Haltungsmuster entstehen, die das Leben einengen oder sogar krank machen.

Was der Körper über die Seele verrät

Die ganzheitliche Körpertherapie geht davon aus, dass die persönliche Lebensgeschichte/Biographie sich in der Körperstruktur als Spiegelbild manifestiert. Sie ist sichtbar in der Körperhaltung, geformt durch Muskelspannung und Muskeltonus, sowie in der individuellen Ausstrahlung.

Erfahrungen, insbesondere Beziehungserfahrungen hinterlassen sichtbare Spuren in der Biologie der Körperspannung. Die Körperhaltung ist die geronnene Biographie im Körper.

Der Körper hat ein Gedächtnis, er vergisst nichts!

Was kann die ganzheitliche Körpertherapie?

Sie sucht über das Körpererleben
 den Zugang zu unbewussten Konflikten, zu inneren Überzeugungen, Gedankenmustern, Glaubenssätzen und Erlebnissen. Sie geht davon aus, dass unbewusste, frühkindliche Bindungserfahrungen und daraus resultierende Bindungsmuster im Körper gespeichert sind. Über Körper- Selbsterfahrung können diese reaktiviert und entlastet werden. Sie eröffnet Bewusstheit, eine Neuausrichtung und Veränderung sowie Loslassen durch das unmittelbare körperliche Erleben.

Sie ist eine erfahrungs-, ressourcen- und lösungsorientierte Methode

Psychodynamische Körperarbeit

Psychodynamische Körperarbeit ist eine tiefenpsychologisch fundierte Arbeit, die mehrere hochwirksame Methoden der Körperarbeit zusammen fügt. Sie versteht sich nicht als neue Methode, sondern ist eine methodenübergreifende Arbeit, die die unten aufgeführten Elemente der verschiedenen Schulen mit Elementen aus der Neoreichianischer Energiearbeit, aus der Atemarbeit sowie verschiedenen Formen von Meditationen und Bewegungsabläufen verbindet.

Methoden

 

  • die energetisch-physiologische Sichtweise der Biodynamischen Psychologie (Gerda Boysen)
  • die Grundprinzipien der Gestalttherapie (Fritz Perls), die Kontakt und Beziehung in den Mittelpunkt stellt
  • die Erkenntnisse und Methoden aus der ganzheitlichen Bioenegetik (Alexander Lowen)
  • die strukturelle Integration der myofaszialen, psychodynamischen und systematischen Körpertherapie der psychodynamischen Haltungsintegration (PI Jack Painter)

Ziel der Körperarbeit ist es, unsere eigene, gewordene Struktur kennenzulernen, sie liebevoll zu akzeptieren und statt mechanisch zu reagieren (Programm), die Wahlfreiheit für unser eigenes Handeln zu erhalten. Körperarbeit ist eine Reise zu den eigenen Tiefen und Möglichkeiten.